Vom Lederriemen über das Lederband bis zu den Kleinlederwaren
Das Gerben unter der Zuhilfenahme von pflanzlichen Komponenten ist dem Menschen
bereits seit einer sehr langen Zeitspanne bestens bekannt. So konnten archäologische
Funde auf die Zeit des 4. Jahrtausends v. Chr. datiert werden. Auch im römischen
Imperium war die Verwendung von Leder von sehr großer Bedeutung. So
wurden die Ausrüstungen der römischen Legionäre aus den speziell
bearbeiteten Tierhäuten hergestellt. So manches Lederband
fand seine spätere Bestimmung in diesem Bereich. Damals wie heute wird
Leder in den unterschiedlichsten Qualitäten angeboten.
Das Lederband und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten
Obwohl wir heute Dank des technischen Fortschritts auf eine Vielzahl künstlich
hergestellter Materialien zurückgreifen können, spielt das echte
und natürlich Leder in vielen Bereichen noch immer eine große
Rolle. So findet das Lederband besonders bei der Herstellung von Schmuckstücken
oder auch in der Uhrenindustrie breite Anwendung. Die besonderen Eigenschaften,
die mit einem Lederband verbunden sind, lassen dieses Material zu einem
gern verwendeten Rohstoff werden. Bis ein Lederband, welches beispielsweise
eine modische Armbanduhr an Ort und Stelle hält, ihrer endgültigen
Bestimmung zugeführt werden kann, sind zahlreiche Arbeitsschritte vonnöten.
In seiner natürlichen Form präsentiert sich das Material mit ganz
anderen Merkmalen. Als lebendes Organ umhüllt es das jeweilige Tier.
Erst wenn die Tierhaut, heute kommen für die Herstellung von Leder
meist Rinder, Schweine, Ziegen oder auch Pferde und Kälber in Frage,
gegerbt wurde, wird sie als Leder bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Verfahren,
um das Leder und später daraus das Lederband oder den schmäleren
Lederriemen herzustellen. Die Gerbung selbst untergliedert sich in sehr
viele Arbeitsschritte. So wird verhindert, dass die Tierhaut während
der Bearbeitung und auch zu späteren Zeitpunkten Schaden nimmt. Auch
wenn im Grunde jede Art von tierischer Haut für die Lederherstellung
verwendet werden kann, ist spielt die Tierart und das damit verbundene Ausgangsmaterial
eine überaus wichtige Rolle bei der Lederqualität. Das meiste
Leder, das zu Schuhen, Lederriemen oder Lederbändern verarbeitet wird,
stammt aus der verarbeitenden Lebensmittelindustrie und fällt dort
als Nebenprodukt an. Eine weitere Besonderheit, die das natürliche
Material mit sich bringt, ist die Möglichkeit, es in allen nur vorstellbaren
Farben einzufärben. So kommen neben den natürlichen Farbstoffen
auch chemische Produkte zur Anwendung, die nicht nur die Lederriemen trendigen
Accessoires werden lassen. So gehören poppige Farben ebenso zu der
bunten Palette, wie es die natürlichen Braun- und Schwarztöne
tun. Leder bietet aber neben der Schmuck- und Schuhherstellung noch weitere
Verwendungsmöglichkeiten. Kleinlederwaren
wie Schlüsselanhänger oder Geldbörsen werden ebenfalls sehr
häufig aus den verschiedenen Ledersorten gefertigt. Die Vielfalt dieser
Kleinlederwaren ist beinahe unübertroffen. Viele Gegenstände,
die uns im täglichen Leben begleiten, fallen unter diese Kategorie.
Auch hier findet der Interessent neben den klassischen Farbtönen eine
große Auswahl an modischen und bunten Farbtönen, die auch eine
einfache Geldbörse zu einem „Hingucker“ werden lassen.
Auf die Verarbeitung kommt es an
Neben der eigentlichen Lederqualität spielt nicht nur bei den Kleinlederwaren
die Verarbeitung der Materialien eine überaus wichtige Rolle. Kleinlederwaren
müssen ebenso wie Kleidungsstücke oder Schuhe, die aus Leder gefertigt
werden, meist hohen Beanspruchungen standhalten können. Wie ärgerlich
ist es doch, hat man einen neuen Geldbeutel erworben, der aber bereits nach
kurzer Zeit aufgrund mangelnder Verarbeitungssorgfalt im wahrsten Sinne
des Wortes aus allen Nähten platzt. Eine hochwertige und sorgfältige
Verarbeitung spielt also nicht nur bei den Kleinlederwaren eine wichtige
Rolle. Schon vor dem Kauf ist eine Überprüfung der Nahtstellen
überaus wichtig. Sie stellen den Bereich dar, der am ehesten von einer
Beschädigung betroffen sein kann. Hochwertige Kleinlederwaren wie Geldbörsen
oder Schlüsseletuis werden sorgfältig und gründlich vernäht,
das Garn, das zum Vernähen zur Anwendung kommt, zeichnet sich durch
seine Haltbarkeit und Belastungsfähigkeit aus. Wer also lange Freude
an seinen Kleinlederwaren haben möchte, sollte schon im Vorfeld auf
eine sorgfältige Verarbeitung achten.
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leder
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerbung
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