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Alles über Leder

Na ja, - fast alles über Leder.
Wir haben versucht, Ihnen eine kleine und verständliche Einführung zu geben.

Definition von Leder: es ist ein Werkstoff, der durch das Gerben von Häuten und Fellen unter Erhaltung der gewachsenen Fasern in Ihrer natürlichen Verflechtung hergestellt wird.

Geschichte der Lederherstellung

Tierische Häute und Felle wurden seit jeher, z.T. auf primitive Weise präpariert und so für die jeweilige Anwendung, z.B. Bekleidung, nutzbar gemacht.
Die Verarbeitung der Tierhäute zu Leder mit Hilfe von Gerbstoffen ist den Menschen aus der Altsteinzeit, ca. 8000 v. Chr. bekannt.
Es ist ziemlich sicher, daß die Fettgerbung bereits in der Jungsteinzeit, ca. 6000 v. Chr. angewendet wurde. Auch die Rauchgerbung über dem Feuer und die mineralische Gerbung mit Alaun, die Weißberbung sind sehr alte Gerbarten.
Das Gerben mit planzlichen Mitteln, die vegetabile Gerbung, ist seit der Bronzezeit, ca. 2000 v. Chr. nachweisbar. Dabei kamen zumeist die Rinden von Eichen und Buchen als Gerbmittel zur Verwendung.
Diese Lohgerbung wurde traditionell im Mittelalter angewandt.
Aus diesen Anfängen entwickelte sich mit fortschreitender Entwicklung der Menschen ein Handwerk und später ein ganzer Industriezweig.

Seit dem Jahr 1900 wurde die Chromgerbung mit Chromsaltzen zur wichtigsten Gerbart, da die Zeit sich wesentlich verkürzt - im Vergleich - die Lohgerbung kann sich bis zu 15 Monaten hinziehen.
Nach dem Gerben lässt sich aufgrund der Farbe des Leders vor der eigentlichen Gerbung, die Gerbart erkennen.
Die Lohgerbung ist bräunlich, die Sämischgerbung gelblich, die Alaungerbung fast weiß und die Chromgerbung silbergrau.

Durch eine bestimmte Gerbung und eine spezielle Verarbeitung wird das Leder gemäß seiner späteren Verwendung zu verschiedenen Produkten verarbeitet. Z.B. braucht Leder für Möbel andere Eigenschaften als Leder für Handschuhe oder Bekleidung.

Stationen der Lederherstellung

Lagerung und Kontrolle, die konservierten Rohhäute werden in gekühlten Räumen gelagert, sie werden kontrolliert und nach Qualität sortiert.

Weichen, durch das weichen wird die Rohware von Schmutz und Salzen befreit.

Entfleischen, dabei werden Gewebe-, Fleisch- und Fellreste mit scharfen Messerwalzen entfernt:

Äschern, durch Zugabe von Kalk und Schwefelverbindungen lösen sich im Äscher die Haare vom Fell.

Beizen, Pickeln, Gerben, dabei wird das Fell mit Säure und Salz für die Gerbung aufbereitet. Dabei nehmen während des Färbens die Hautfasern die Hautfasern die Gerbstoffe auf.
Das Leder ist fertig.

Abwelken, die nassen Leder werden mit Walzentechnik entwässert.

Spalten, um ein gleichmäßig starkes Narbenleder von bestimmter Stärke zu bekommen, wird das Leder gespalten. Die Haut wird waagerecht geteilt, dabei wird sie gegen ein maschinell umlaufendes Messer geführt.
        
Oberleder - die Narbenseite wird durch Bearbeitung auf die richtige Stärke gebracht und ist   dann für Sattler-, Polster-, und Täschnerwaren geeignet. Bei dicken Leder sind noch alle Schichten vorhanden. Oberleder werden für hochwertige Bekleidung und Möbel eingesetzt.

Spaltleder - die Fleischseite ist von geringerer Reißfestigkeit und wird zu Velour, Wildleder, aber auch zu stark zugerichteten, einfachen Ledern verarbeitet.

Falzen - das Narbenleder wird auf eine gleichmäßige Stärke gebracht, Unebenheiten auf der Rückseite werden entfernt und später wird das Leder zu Farbpartien zusammengestellt.

Neutralisieren, Färben - die aus der Gerbung stammende Säure wird neutralisiert. Danach wird das Leder sofern notwendig gefüllt und anschließend gefärbt. Durch Zusatz von Fetten erhält es die erforderliche Geschmeidigkeit.

Trocknen - es gibt 2 Methoden; die Vakuumtrocknung und die Hängetrocknung. Bei der Vakuumtrocknung wird die Feuchtigkeit abgesaugt und bei der Hängetrocknung kommt das Leder in Trocknungsöfen.

Stollen, das Leder muss nach dem Trocknen weich gemacht werden.

Zurichten, so bezeichnet man alle Arbeitsgänge, die notwendig sind, um das Leder für den jeweiligen späteren Verwendungszweck zu veredeln.
Die Zurichtung hat folgende Zwecke: Schutz der Lederoberfläche gegen chemische und mechanische Einflüsse, gleichmäßige Farbe über der ganzen Haut, Glanz über der ganzen Haut, Herstellen bestimmter optischer und grifflicher Eigenschaften (z.B. der im Moment so beliebte Crash-Look).

Qualitätsvorgaben
PCP-Gehalt darf max. 5 mg/kg betragen
keine AZO-Farbstoffe
Autoleder, Motorradleder und Möbelleder sind lichtecht
vegetabile Leder sind ausschließlich pflanzlich gegerbt

Die Lederarten

Altgegerbtes Leder, es wird auch als pflanzlich gegerbtes Leder, lohgegerbtes Leder oder vegetabiles Leder bezeichnet.
Es ist mit Pflanzengerbstoffen gegerbtes Leder. Zum Einsatz kommen Quebrachoholz, Mimosarinde, Eichenholz u.a.
Der Gerbprozess dauert sehr lange und liegt zwischen 20 und 30 Monaten.

Anilinleder, es ist sehr teures Leder. Es wird mit Anilinfarbstoffen gefärbt, die die natürliche Beschaffenheit der Haut nicht überdecken. Es fühlt sich wachsig an und hat eine matte Oberfläche, die in der Regel nicht überspritzt oder korrigiert ist, Narbungen usw. bleiben gut sichtbar.

Antikleder, es entsteht durch eine besondere Färbetechnik von Nappaleder, wodurch das Leder ein "altes", eben "antikes" Aussehen erhält. Das Leder erhält durch pressen oder wischen ein ein Aussehen nach altem Stil (Wischleder, Chesterfield-Leder): Das Leder ist meist zweifarbig.

Brandsohlenleder ist flexibles Rindleder, oftmals pflanzlich gegerbt. Es befindet sich zwischen Laufsohle und Decksohle und dient der Anpassung an die Fußform. Es kann auch ohne Decksohle direkt mit dem Fuß in Kontakt sein.

Blankleder, es ist Naturleder oder pflanzlich gefärbtes Rindleder, mäßig gefettet und manchmal gewachst.

Boxcalf, es ist ein vollchromgegerbtes, glattes, weiches Kalbsleder für Taschen und Schuhe. In England ist es tradtionell schwarz.

Büffelleder, Leder aus Büffelhäuten, zumeist narbenseitig leicht geschliffen.

Decksohle gehört zum Schuhfutter, ist dünner und geschmeidiger als das Oberleder. Auf der Decksohle sind meistens Markenbezeichnung und andere Hinweise eingedruckt oder geprägt.

Chamoisleder, es ist ein besonders weiches, fettgegerbtes Gemsen- oder Ziegenleder mit gutem Saugvermögen.

Doubleface ist ein speziell gegerbtes, naturgewachsenes Lamm- oder Schaffell, das mit der Fellseite nach außen getragen werden kann. Innen ist die Velourseite sichtbar.

Elchleder, zumeist handelt es sich hierbei um sämisch=trangegerbtes Leder für Hosen, Jacken und Kostümen. Beschädigungen durch die Dasselfliege und Dornenrisse sind typisch und werten als Echtheitsmerkmal das Leder auf.

Fensterleder, Waschleder - das ist sämisch gegerbtes Fleischspaltleder, zumeist vom Schaf. Die Leder werden im Verkauf als Waschleder angeboten. Ursprünglich ist dieses Leder fast ausschließlich zum reinigen von Fenstern verwendet wurde, jetzt wird es häufig als Bekleidungsleder verwendet.

Futterleder ist dünnes, flexibles Leder vom Schaf, Kalb, Rind oder Schwein. Meist ungefärbt und zunehmend pflanzlich gegerbt.

Glattleder, wichtiger Oberbegriff für alle Lederarten, die auf der Narbenseite (äußere Seite) entstehen. Es kann glatt, strukturiert, genarbt oder geprägt sein.

Hirschleder, die Haut vom Hirsch wird zumeist zu Hosenleder verarbeitet. Sie wird sämisch gegerbt und ist an der gelben Innenseite zu erkennen. Soweit es sich um leichte Häute handelt, werden sie auch zu Jacken und Kostümen verarbeitet.
Zur Farmilie der Hirsche zählen auch die Elche.
Die Häute dieser Tiere ergeben das Wildleder.

Hunting-Leder, vollnarbiges, besonders dickes Leder, dessen beide Seiten angeschliffen sind. Es wird mit der Narbenseite nach innen (ohne zusätzliches Futterleder) verarbeitet.

Hydrophobiertes Leder ist wasser- und schmutzabweisendes Leder, das diese besonderen Eigenschaften bereits bei der Gerbung erhält (z.B. Fett-Nubuk). Diese Imprägnierung ist wirksamer als eine nachträgliche, z.B. durch Spray. Die typischen Ledermerkmale bleiben erhalten.

Juchtenleder, es ist weich und wasserdicht, gefärbtes und lohgegerbtes Kalbs- oder Rindleder. Früher wurde das Juchtenleder mit Birkenteeröl imprägniert, wodurch es seinen bekannten Duft erhalten hat.

Knautschlackleder, es ist ein Nappaleder, das auf der Oberfläche lackiert und oder mit einem dünnen synthetischen Film überzogen und anschließen gekrispelt wird.

Krokodilleder, bei Krokodilen werden nur die Bauchhaut und Häute jüngerer Tiere zu Leder verbarbeitet. Krokodilleder wird i.d.R. zur Herstellung kostbarer Schuhe und Handtaschen verwendet.

Lackleder ist ein hochglänzendes Leder, das auf der Oberfläche lackiert oder mit einem glänzenden, spiegelglatten Film überzogen wird.

Nappaleder, es ist die Allgemeinbezeichnung für Leder aus Häuten verschiedener Tiere, das mit der Haarseite nach außen, also narbenseitig verarbeitet wird (Anilinleder. Semianilinleder, gedecktes Leder). Nappaleder ist ein griffiges, elastisches und vollwertiges Leder.
Pflanzlich gegerbte Nappaleder sind i.d.R. nicht durchgefärbt. Diese Leder sind auf der Rückseite naturbraun.

Nubukleder ist ein festes, auf der Narbenseite leicht angeschliffenes, sehr hochwertiges Kalb- oder Rindleder mit pfirsichhautartiger Oberfläche.

Pergamentleder, es sind durchscheinende, getrocknete Rohhäute, die ungegerbt und lediglich geölt als Bucheinbände, Lampenschirme oder Trommelfelle verwendet werden. Es wird aus Schaf-, Ziegen oder Kalbfellen sowie aus Schweins-, Büffel-, oder Eselshäuten hergestellt. Die Blöße wird ohne jegliche Gerbung aufgetrocknet. Das Material wird während des Fertigungsprozesses geölt, gefettet und geglättet.


Pullup-Leder oder Pull-Up-Leder, es ist Rindleder, das durch die spezielle Verarbeitung seinen Charakter behält. Durch den Gebrauch (knicken, dehnen, abschürfen usw.) bilden sich schnell starke Gebrauchsspuren bzw. eine Patina.
Pull-Up ist ein anilingefärbtes, weiches Rindnubuk-Leder mit einem Fettgriff.

Rauleder, Rauhleder ist eine Sammelbezeichnung für Leder mit mehr oder weniger rauer Oberfläche.

Sämischleder, ist ein durch Oxydation von Tran oder Fischöl in Schaf- oder Lammfellen, deren Narben abgespalten oder abgestoßen wurden, hergestelltes Leder.
Es wird entweder rein trangegerbt (echt sämisch) oder es wird mit Formaldehyd vorgegerbt und mit Tran nachgegerbt (neusämisch).
Hier in Deutschland wird der Begriff Sämischleder auf trangegerbtes Rauleder aus Schaf-, Lamm-, Hirsch-, Reh-, Gemsen-, Ziegen-, Zickel- und Rentierfellen sowie aus Rindspalten angewendet.

Schlangenleder, die Häute werden fast ausschließlich in der Taschen- und Schuhindustrie verarbeitet.

Schweinsleder, Porcleder, dabei wird das Leder von Hausschweinen, allgemein Pork genannt, verwendet sowie das Leder von Wildschweinen, dabei insbesondere das vom Peccary.
Das deutsche Hausschwein liefert ein Leder, das fettreich ist,  trotzdem aber recht haltbar.
Hausschweine sind nur geringfügig behaart. Die charakteristische Narbung wird außer durch die Haarporen besonders durch die borstige Struktur des Oberflächengewebes bestimmt.
Das Leder des Peccary wird vorwiegend zu hochwertigem Handschuhleder verwendet.

Semianlinleder, es ist Leder, das unter Mitverwendung geringer Mengen von Pigmentfarbstoffen anilingefärbt wird. Dabei wird das natürliche Narbenbild nicht verdeckt.

Spaltleder, Narbenspalt, Kernspalt, Fleichspalt - wenn eine Lederhaut über die gesamte Fläche in in mehrere Schichten zerlegt wird, dann wird diese Prozedur als Leder spalten bezeichnet. Häufig werden dickere Leder, besonders die vom Rind, gespalten. Die so gewonnenen Schichten nennt man Narbenspalt (Außenspalt), Fleischspalt (der untere Spalt) und und bei schweren Häuten kann auch noch ein Kernspalt (Mittelspalt oder Zwischenspalt) anfallen.
Bei aus Fleischspalt oder Mittelspalt hergestellten Ledern muss das Wort "Spalt" Teil des Namens sein, z.B. Rindspalt, da dieses Leder i.d.R. nicht so wertvoll und qualitätiv hochwertig ist wie das Narbenspaltleder.

Velourleder, Suede, es ist ein Leder aus dem Fleichspalt von Häuten und Fellen, mit samtartiger Oberfläche.

Vollnarbiges Leder ist der äußere Teil einer gespaltenen Haut. Daraus entstehen Nappaleder, Nubukleder und Hunting.

Waschleder, sämisch gegerbtes Leder und waschbares Leder wird als Waschleder bezeichnet. Waschlederartikel können mit Lederwaschmitteln gewaschen werden.

Wildleder, sehr anschmiegsames, samtiges Leder aus echten Wildfellen von Hirsch, Elch, Reh oder Gemse. Es wird landläufig auch als Bezeichnung für Velour- oder Nubukleder verwendet .

Ziegenvelour, es ist i.d.R. ein chromgegerbtes Leder mit einem samtartigen Schliff auf der Fleischseite.

Lederpflege

Es gibt Lederpflegemittel, die nur an der Oberfläche wirken, dazu gehören z.B. Schuhcremes. Andere Mittel mit Tiefenwirkung sind Lederöle und Fette, die helfen, die Weichheit und Geschmeidigkeit des Leders zu erhalten.
Nubukleder oder Rauhleder wird gepflegt, indem es zum Entfernen von Schmutz oder speckigen Stellen mit einer feinen Bürste oder Schleifvlies behandelt wird. Danach sollte das Leder imprägniert werden.
Leder mit glatter Oberflächer kann man pflegen, indem man es mit Lederreiniger oder einem neutralen Waschmittel vorsichtig reinigt, dabei darf das Leder nicht vollständig nass werden. Anschließend kann es mit Lederpflegemittel für glattes Leder behandelt werden.




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